Warum ist es notwendig Fluchttüren mit der "Fähigkeit zur Freigabe" zu verbauen?

Allgemeine Anforderungen an Notausgangs- und Paniktüren

Die Anforderungen an Fluchttüren in der Außenanwendung sind groß. Neben bauphysikalischen Eigenschaften, wie z.B. dem Wärmedurchgangskoeffizient oder der Schlagregendichtheit, ist wohl das unmittelbare Freigeben der Verriegelung zum Öffnen der Türe die wichtigste Eigenschaft, sodass sich Personen rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich retten können.

Ob Notausgangs- oder Paniktüren in Fluchtwegen ihre Anwendung finden, hängt vom Einsatzort und den Umgebungsbedingungen ab. Notausgangstüren (Türen mit Verwendung von Notausgangsverschlüssen nach DIN EN 179) sind bestimmt für Gebäude, die keinem öffentlichen Publikumsverkehr unterliegen und deren Besucher die Funktion der Fluchttüren kennen. Hierbei kann es sich auch um Nebenausgänge in öffentlichen Gebäuden handeln, welche ausschließlich von autorisierten Personen genutzt werden. Im Gegensatz zu Notausgangstüren kommen Paniktüren (Türen mit Verwendung von Panikverschlüssen nach DIN EN 1125) in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz, bei denen die Besucher die Funktion der Fluchttüren nicht kennen. Diese müssen im Notfall auch ohne Einweisung betätigt werden können. Als öffentliche Gebäude gelten z.B. Schulen, Krankenhäuser, Museen oder Verwaltungsgebäude.


Wann wird die "Fähigkeit zur Freigabe" gefordert?

Gemäß der DIN EN 14351-1 - Produktnorm für Fenster und Außentüren können Notausgänge mit der Leistungseigenschaft „Fähigkeit zur Freigabe“ deklariert werden. Da diese Eigenschaft vergleichbar mit Feuerschutzabschlüssen sicherheitsrelevant ist, ist sie Überwachungs- und Zertifizierungspflichtig. Hierbei überprüft und bewertet eine externe Zertifizierungsstelle das jeweilige Herstellwerk, ob es in der Lage ist, eine entsprechende Türe zu fertigen. 

Sobald Sie Ausschreibungen bzw. Leistungsverzeichnisse vorliegen haben, welche die nachfolgenden oder ähnlich formulierte Ausschreibungstexte beinhalten, wird die „Fähigkeit zur Freigabe“ nach DIN EN 14351-1 gefordert:

  • „Außentüren in Flucht- und Rettungswegen nach Produktnorm DIN EN 14351-1“
  • „Fluchttüren in der Außenanwendung nach DIN EN 14351-1“
  • „Panik- und Notausgangstüren in der Außenanwendung mit der „Fähigkeit zur Freigabe“

Ihr Mehrwert - Welche Vorteile bringt Ihnen eine Türe mit „Fähigkeit zur Freigabe“ nach DIN EN 14351-1?

Die Anforderungen an Fluchttüren in der Außenanwendung sind groß. Neben bauphysikalischen Eigenschaften, wie z.B. dem Wärmedurchgangskoeffizient oder der Schlagregendichtheit, ist wohl das unmittelbare Freigeben der Verriegelung zum Öffnen der Türe die wichtigste Eigenschaft, sodass sich Personen rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich retten können.

Ob Notausgangs- oder Paniktüren in Fluchtwegen ihre Anwendung finden, hängt vom Einsatzort und den Umgebungsbedingungen ab. Notausgangstüren (Türen mit Verwendung von Notausgangsverschlüssen nach DIN EN 179) sind bestimmt für Gebäude, die keinem öffentlichen Publikumsverkehr unterliegen und deren Besucher die Funktion der Fluchttüren kennen. Hierbei kann es sich auch um Nebenausgänge in öffentlichen Gebäuden handeln, welche ausschließlich von autorisierten Personen genutzt werden. Im Gegensatz zu Notausgangstüren kommen Paniktüren (Türen mit Verwendung von Panikverschlüssen nach DIN EN 1125) in öffentlichen Gebäuden zum Einsatz, bei denen die Besucher die Funktion der Fluchttüren nicht kennen. Diese müssen im Notfall auch ohne Einweisung betätigt werden können. Als öffentliche Gebäude gelten z.B. Schulen, Krankenhäuser, Museen oder Verwaltungsgebäude.


Einbruchhemmung und sinnvolle Gebäudesicherheit

Allgemeines

Das Bedürfnis nach einem sicheren Zuhause liegt in der Natur des Menschen. Spätestens wenn im Eigenheim eingebrochen wurde, wird man sich mit der Materie der Einbruchhemmung tiefer auseinandersetzen. Um einem Einbruch frühzeitig vorzubeugen, macht es Sinn sich von Fachexperten bzw. von den Beratungsstellen der Landeskriminalämter beraten zu lassen. An dieser Stelle kann man schon festhalten, dass ein einbruchhemmendes Fenster oder eine einbruchhemmende Türe nicht nur aus verstärkten Beschlägen besteht, sondern ein Zusammenspiel aus einer Vielzahl unterschiedlichster Komponenten ist, welches nur so stark wie sein schwächstes Glied ist.

Dieses Schreiben führt Sie in das Thema der Einbruchhemmung ein, zeigt die grundlegenden Anforderungen sowie statistische Auswertungen auf und gibt Einbauempfehlungen. Hierbei wird ausschließlich die mechanische Einbruchhemmung nach DIN EN 1627 berücksichtigt.


Statistische Auswertung

Im Jahr 2020 wurde so selten eingebrochen wie schon lange nicht mehr, was neben der Aufklärungsarbeit der Landeskriminalämter vermutlich auch auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Pauschal kann ausgesagt werden, dass ca. 80% der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern getätigt werden. Hierbei waren besonders die Wohnungen im Hochparterre betroffen. Zudem war es sehr auffällig, dass im Gegensatz zu Einfamilienhäusern ein Großteil der Einbrüche in Mehrfamilienhäusern durch die Haupteingangstüre bzw. Hausvorderseite erfolgte.


Die DIN EN 1627ff

Um am Markt eine gewisse Vergleichbarkeit bzgl. der Einbruchhemmung zu haben, wurden über die DIN EN 1627 6 unterschiedliche Klassen festgelegt, welche mit der RC 1N als niedrigste Widerstandsklasse beginnen und mit RC 6 enden. RC steht hierbei für restince class. Grundlage für die Klassifizierung ist die DIN EN 1627. Sie stellt Anforderungen an die Zeit des Einbruchs und welches Werkzeug dabei verwendet wird, um eine durchgangsfähige Öffnung zu erreichen. Zudem legt sie Produktgruppen fest, stellt Mindestanforderungen an die Montage bzw. an das Mauerwerk und ermöglicht eine Korrelation älterer Prüfergebnisse. Geprüft wird nach den Folgenormen DIN EN 1628 – DIN EN 1630.

Um Ihnen das richtige Produkt anbieten zu können, ist es für uns wichtig zu wissen, welche Widerstandsklasse Sie benötigen bzw. wo Ihr Fenster oder Ihre Türe eingebaut werden. Eine grundsätzliche Hilfestellung kann hierbei Tabelle 1 sein.

Das N der Widerstandsklassen RC 1N und RC 2N steht für nationale Anforderungen. Das bedeutet, dass jedes Land, das diese Norm eingeführt hat, höhere oder niedrigere Anforderungen an bestimmte Konstruktionsausführungen stellen könnte. So besteht beispielsweise in Deutschland die Möglichkeit, eine „normale“, nicht einbruchhemmende Verglasung zu verwenden.

Wichtig: Die Glasanbindung muss analog zum geprüften Probekörper ausgeführt werden.


Tabelle 1: Widerstandsklassen mit der jeweiligen Einsatzempfehlung

Konstruktive Anforderungen zur Einbruchhemmung

Einbruchhemmende Fenster oder Türen werden grundsätzlich als gesamtes Element geprüft. Dementsprechend müssen alle relevanten Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden. Die Anforderungen sind hierbei sehr breit gestreut und müssen, um die jeweiligen Anforderungen der Widerstandsklasse einhalten zu können, ganzheitliche berücksichtigt werden.


Anforderungen an einbruchhemmende Fenster und Türen

Fördermöglichkeiten

Über die KfW-Bank kann man seit mehreren Jahren lukrative Förderungen für Fenster und Türen beantragen. Die Einbruchhemmung wird hierbei als separater Punkt berücksichtig. Entscheidend hierfür ist, dass das Fenster oder die Türe so wie ursprünglich geprüft wurde, hergestellt und klassifiziert wird.

Um Sie sicher durch Ihr nächstes Projekt zu führen, beraten wir Sie gerne ausführlich zu diesem umfangreichen Thema und erstellen Ihnen ein passendes Angebot.